Yucca
Bleibt alles anders
Nein, ihre Identitär haben Yucca nicht aufgegeben. Veränderung nur um der bloßen Veränderung Willen ist nicht ihr Ding.
Aber das gleiche Album zweimal aufnehmen, das wollten die Nürnberger auch nicht. Die Lösung des Problems? Einfach man selbst bleiben und nur ein anderes Make-up auflegen. Hey, und einen Albumtitel hat man damit auch schon! Statt Indierock mit Elektro-Einflüssen hört man auf dem zweiten Longplayer des Quintetts nun Elektropop mit Indie-Attitüde.
Und das rockt vielleicht sogar noch mehr, als immer wieder aufs Neue die gleichen yuccaschen Gitarrenriffs zu bemühen. „Früher sind unsere Songs durch Jamsessions entstanden“, versucht sich Sänger und Gitarrist Christian Mertel an einer Ursachenforschung für den neuen Yucca-Sound.
„Bei diesem Album haben wir Beats programmiert und Schicht um Schicht übereinandergelegt. Wenn du kein analoges Schlagzeug mehr hast, wird die Ausrichtung deiner Musik automatisch elektronischer. Man könnte sagen, wir haben elektronisch gejammt. Jeder konnte sich einbringen.“
Der Teamgedanke wird bei Yucca seit jeher groß geschrieben. Hier arbeitet nicht eine Zweckgemeinschaft an einem Stück Musik, hier haben fünf Leute Spaß, die miteinander befreundet sind. Diese Spielfreude und die Lust am Experiment sind dem neuen „Make Up.“ der Franken deutlich anzuhören: Tracks wie der Opener „Victoria“, „Clarity“ und „Ray Of Colour“ galoppieren ungezügelt nach vorne und entfalten eine Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Und auf der Tanzfläche wird’s enger und enger...
Markus Werner
Yucca
Make Up.
FDI/Soulfood
"Make Up." von Yucca bei mp3.saturn.de


