The Inbetweeners
Unsere Jungfräulichen Jahre

Privatschüler Will muss sich nach Premiumbildung plötzlich an einer stinknormalen englischen Schule zurecht finden. Glücklicherweise findet er drei Leidgenossen, mit denen er zusammen dem Teenagerdasein frönen kann. Was vorrangig bedeutet: sich auf die verzweifelte Suche nach dem ersten Mal zu begeben.
Serien aus Großbritannien haben es bei uns nicht besonders einfach gegen ihre übermächtigen Kollegen aus den USA. Schade eigentlich, denn neben allen erdenklichen und gelungenen Kriminalserien ist vor allem britische Comedy in Sachen kantiger Humor der Überseekonkurrenz oft überlegen. Ob der bitterböse bis surreale Humor von „Black Books“, Dauerbrenner wie „Father Ted“ oder eben die Teen-Sitcom „Inbetweeners“, hier ist nicht immer alles politisch korrekt und auf den kleinsten gemeinsamen geistigen Nenner heruntergebrochen. Was sicherlich einer der Gründe ist, weshalb die „Inbetweeners“ in ihrer britischen Heimat nach nur wenigen Seasons ein derartiges Phänomen wurden, dass ein Kinofilm beinahe logische Konsequenz ist. Kein Wunder, zeigt sich die Serie um das Freundesquartett Will, Simon, Neil und Jay doch als genial ironischer Einblick in die Welt des britischen Teenagers.
Ausgangssituation der Hitserie, die unter anderem Ricky Gervais und Jimmy Carr zu ihren Fans zählt, ist die Ankunft des Privatschulstrebers Will (Simon Bird) im Dschungel des öffentlichen Schulsystems. Nach der Scheidung seiner Eltern findet sich Will nämlich plötzlich fernab von motivierten Privatlehrern, Neigungsgruppen und außerschulischem Engagement. Stattdessen findet er ruppige Lehrkräfte und ein Schulklima, das aus Wills Perspektive irgendwo zwischem sowjetischem Straflager und alkoholisierter Hooligantruppe anzusiedeln ist. Glücklicherweise findet er im hoffnungslos romantischen Weichei Simon, dem großmäuligen Angeber Jay und dem leicht tumben Neil drei Leidensgenossen, die ihn in ihre Mitte aufnehmen.
Typische Abenteuer des Teenageralters wie bierselige Campingausflüge, das erste Auto oder plumpe Flirtversuche beim anderen Geschlecht nehmen beim Quartett jedoch selten den besten Ausgang. Mit trockenem Humor und dem Wiedererkennen eigener Teeniepeinlichkeiten beim Chaosquartett punkten „The Inbetweeners“ als gelungene Sitcom für den sympathischen Verlierer in uns allen. Der spielfilmlange Spin-off „Sex On The Beach“ über die absurden Urlaubsabenteuer des Quartetts ist ebenfalls erschienen.
Frank P. Kastell
The Inbetweeners
GB 2008 | Universum
Regie: Diverse
Darsteller: Simon Bird, Joe Thomas, James Buckley, Blake Harrison
Features: k.A.
Fazit: Erfolgssitcom über vier typische Teenager, die von ihren Erwartungen an ihre wilden Jugendjahre enttäuscht werden


