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The Dark Knight Rises

Does whatever a Bat can?

Regisseur Christopher Nolans richtungsweisende Batman-Trilogie findet ihren Abschluss. Ein letztes Mal schlüpft Christian Bale in das Kostüm des Dunklen Ritters, Tom Hardy als Muskelberg Bane und Anne Hathaway als Catwoman stellen die Gegenseite im düsteren Höhepunkt der fulminanten Saga. 

Der Rächer von Gotham scheint als Figur die perfekte Projek­tionsfläche für die Evolution des Comic Movies. Schon in Comicform waren es Autoren wie Frank Miller, Neil Gaiman, Alan Moore, Grant Morrsion und Jeph Loeb, die in regelmäßigen Abständen die Konventionen des Superheldengenres mit mutigen Storylines und erwachsenen Themen aufbohrten. Die Idee hinter der Figur Batman – die eines Helden, der ohne Superkräfte seinen Moralcodex verteidigt und dabei den Blick auf einen getriebenen und einsamen Menschen freigibt – eignet sich hervorragend für eine erwachsenere Herangehensweise an das Genre.

So verwundert es wenig, dass es Tim Burtons „Batman“ und Christopher Nolans „Batman Begins“ waren, die neue Impulse für Comicverfilmungen setzten. Burtons Ver­sion von 1989 zeigte eindrucksvoll, dass düstere Themen durchaus ihren Platz hatten im vermeintlichen Kiddiegenre. Comic Movies waren erwachsen geworden, der kommerzielle Erfolg von Burtons Interpretation zeigte das Interesse des Publikums an einer seriösen Interpretation des Dunklen Ritters.

Christopher Nolan hob diesen Ansatz auf ein neues Niveau: Sein Batman ist ein Mann, der ständig mit seinen eigenen Dämonen kämpft, der geprägt von seiner Vergangenheit den unbequemen Weg wählt und sich mit voller Absicht außerhalb der Normen bewegt. Was Nolan dabei interessiert, ist, wie dieser Mensch tickt, wie er sich für seine Mission motiviert, wie er sein Leben um diese unbezwingbare Aufgabe herum ausrichtet. Geerdet in der Realität und ohne Heldenpathos verleiht Nolan Batman eine Dimension, mit der die Filme zugleich Kinokassenerfolg und Kritikerbegeisterung garantieren.

Mit „The Dark Knight Rises“ findet Nolans prägende Interpretation jetzt ihren fulminanten Abschluss. Tom Hardy, neuer Vorzeigedarsteller, wenn es um die Verkörperung eines psychopathischer Zeitgenossen geht, ist darin Gegenspieler Bane. Zweiter Batman-Bösewicht im Bunde ist Anne Hathaway als Catwoman, die damit endlich den an Rufmord grenzenden Halle Barry-Fehltritt vergessen macht. Währenddessen entspinnt Nolan den dritten Teil der Saga zum düsteren und actiongeladenen Epos über Schuld und Vergebung, Pflichtbewusstsein und jene Opfer, die man bereit ist, dafür zu leisten. Kurz: „The Dark Knight Rises“ ist ein furioses und mehr als würdiges Finale der revolutionären Trilogie. 
Gerhard Maier

The Dark Knight Rises
Verleih: Warner
Start: 26.07.
Web: the-dark-knight-rises.de
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Tom Hardy, Anne Hathaway, Gary Oldman

Fazit: Nolan beendet seine prägende Interpretation des Dunklen Ritters mit einem Knall

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