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Live: Eternal Tango

11.05., Berlin, Magnet

Wie gut eine Band wirklich ist, erweist sich meist dann, wenn sie in überschaubaren Zusammenhängen spielt. An diesem Punkt sind die Luxemburger Eternal Tango große Könner. Sie gehen auf die Bühne, schlagen einen Akkord an und die Luft brennt.

Und zwar auf der Bühne und im Publikum gleichermaßen. Eine Setlist brauchen Eternal Tango auch nicht. Sie schauen sich zwischen den Stücken für Bruchteile von Sekunden kurz an. Schon weiß jeder der Musiker, was er als nächstes zu spielen hat. Wenn der Spannungsbogen aktuell eine andere Reihung der Lieder erfordert, dann wird von hinten nach vorn oder auch kreuz und quer gespielt. Da sind die Jungs ganz flexibel.

Dem Publikum gefällt es zunehmend und es schreit nach mehr Musikfutter. Wenn die Stimmung so hochkocht, fast bis zum Siedepunkt, dann greifen Eternal Tango auch schon mal ganz tief in die Cover-Trickkiste und zelebrieren „Don’t Stop Me Now“ von Queen. In einer Version, an der Freddie Mercury seine helle Freude gehabt hätte und bei der er vermutlich sogar lauthals mitgegrölt hätte. Die versammelte Meute jedenfalls tut es. Und tanzt noch ausgiebig dazu.

Ansonsten kommt so ziemlich jedes Stück des neuen Albums „Welcome To The Golden City“ zum Vortrage. Mitreißend. Schweißtreibend. Unterhaltend. Da gibt es nur ein mögliches Fazit: So geht Rock’n’Roll heute!

[Franz X.A. Zipperer]

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