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Kimbra

Unverwechselbar

Kimbra Johnson, vor 22 Jahren im neuseeländischen Kleinstädtchen Hamilton geboren und seit fünf Jahren in Melbourne ansässig, ist zwar relativ zufällig, nämlich über ein paar Musikmanagerecken, an den Job als Co-Sängerin auf Gotyes Überhit "Somebody That I Used To Know" gekommen.

Aber jetzt, so im Nachhinein betrachtet, hätte es niemand Passenderes geben können, um mit dem Laptop-Nerd Gotye zu kollaborieren. Denn Kimbra, die ist praktisch genauso drauf. „Musik ist für mich wie eine Wissenschaft“, sagt sie. „Man erschafft etwas aus dem Nichts heraus und verbringt sehr viel Zeit damit, beim Komponieren die Mittel und ihre Wirkungen zu berechnen, die richtige Balance hinzubekommen. Ich wollte immer schon nicht nur singen, sondern auch basteln.“

Kimbras erstes Album „Vows“, dessen Stücke sie größtenteils bereits mit 17 oder 18 schrieb, ist folglich ein sehr eigenwilliges, individuelles, unverwechselbares Werk geworden. Zunächst mag ihre kräftige Soulstimme auffallen, die sie gern mit Sixties-Arrangements unterlegt, und dabei wie eine Mischung aus Björk und der jungen Nina Simone klingt.

Beschäftigt man sich indes eingehender mit diesen Songs, fällt ihre Vertracktheit auf. Das ist nicht einfach nur R&B, Retrosoul oder Pop, das ist liebevolle Detailarbeit. „Meine Songs sind alle in meinem Schlafzimmer in Melbourne entstanden. Es sind Landschaften aus Sounds, die ich über mehrere Jahre gemalt habe.“

Im Gegensatz zum Selbermacher Gotye hat sich Kimbra jedoch Produzentenhilfe in Person von Cracks wie Mike Elizondo oder Greg Kurstin geholt. In Australien und Neuseeland ist Kimbra auch zu Recht schon eine große Nummer, unter anderem gab es den ARIA Award als „Best Female Artist“.

Steffen Rüth

Kimbra
Vows
Warner

"Vows" von Kimbra bei mp3.saturn.de

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